5 Punkte: Einstieg ins Content Marketing. [Infografik]

Kaum ein Thema wurde in den letzten Jahren mehr durchs digitale Dorf getrieben, als der Begriff Content-Marketing. Content-Marketing bezeichnet eine Werbestrategie, um durch Inhalte mit einem Mehrwert, aber nicht zwingend werblichen Informationen die Bekanntheit bei der eigenen Zielgruppe zu steigern, das Image zu pflegen beziehungsweise zu verbessern oder um neue Kunden anzusprechen. – Hierbei sollte der Leser (potenzielle Kunde) jedoch nicht zum Kauf gedrängt werden. – Ziel ist es durch Kompetenz zu überzeugen und somit den potenziellen Kunden an das Unternehmen zu binden. Verleiten Sie Ihre Leser durch hochwertigen Content zum Weiterlesen, Weiterklicken, Weiterschauen. Ist Ihre Website erstmal mit guten Inhalten gefüllt, können diese über einen langen Zeitraum hinweg Traffic generieren. Suchmaschinen lieben guten Content, dies zeigt sich deutlich auf den Suchergebnissseiten.

Speziell bei kleinen und mittleren Unternehmen, wo das Geld (Marketingbudgets) knapper als die Zeit ist, liegt es nahe, selbst Content zu erstellen. Wichtig hierbei ist es von Beginn an strukturiert vorzugehen, um Ihre Bemühungen strategisch in eine Richtung zu lenken, die für Sie dienlich ist.

Content Marketing: strategische Ziele
Content Marketing: strategische Ziele

1. Mapping

Lege Sie eine Matrix an, in die Sie die wichtigsten Schlüsselbegriffe eintragen, am Ende sollten sich 50 – 100 Schlüsselbegriffe in dieser Tabelle befinden. Prüfen Sie im Anschluss die jeweiligen Rankings der Schlüsselbegriffe, tragen Sie die Position, und die Veränderung ebenfalls in diese Matrix ein.
Sollte Ihnen kein Tool wie Xovi oder Sistrix zur Verfügung stehen, so genügt zu Beginn der Optimierung auch ein kleines Tool wie „SEO SERP mojo”, dass für Android im Google Play Store zur Verfügung steht.

Sehr schnell wird anhand der Matrix ersichtlich für welche Schlüsselbegriffe „Content” besteht und für welche Schlüsselbegriffe „Content” erstellt werden sollte. Priorisieren Sie die Inhalte, gehen Sie hierbei nicht zu granular (fein körnig) vor, segmentieren Sie beispielsweise lediglich nach: „hoch”, „mittel”, „niedrig”

2. Publishing

Jetzt geht es an die Erstellung des „Content”. Wichtig hierbei ist, dass dieser neue Inhalt im Kern den Haupt-Schlüsselbegriff behandelt. – Schweifen Sie hierbei nicht ab. – Integrieren Sie in den Text maximal 2 bis 3 Schlüsselbegriffe der 2. Ordnung. Diese können eine lokale Komponente einbringen oder das Thema genauer herausarbeiten. Sollte es möglich sein einen Schlüsselbegriff einer anderen Seite Ihrer Website zu integrieren, können Sie diesen Schlüsselbegriff mit der ursprünglichen Seite verlinken. Dies optimiert den Grad der internen Verlinkungen Ihrer Website.
Achten Sie darauf den Haupt-Schlüsselbegriff in der Überschrift zu verwenden, untergeordnete Schlüsselbegriffe sollten, wenn möglich, in den Unterüberschriften verwendet werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Content klar und deutlich formuliert ist und mögliche Fragen Ihrer Leserschaft beantwortet.

Ganz wichtig: Strukturieren Sie Ihren Text, das heißt schreiben Sie wie in der Schule gelernt eine kurze Einleitung, und behandeln Sie dann das Thema in einer sinnvollen und vor allem für den Leser nachvollziehbaren Reihenfolge. Springe Sie nicht im Text und schreiben Sie auch Details auf, die für Sie selbstverständlich, die es jedoch für andere vielleicht nicht sind.

Immer häufiger findet man im Internet einzelne Webseiten, die einen Themenbereich in jeder Ausprägung und vor allem sehr detailliert behandeln. In diesem Fall spricht man von Holistischem Content. Holistisch bedeutet „das Ganze betreffend”. Hierbei sinkt die Bedeutung des einzelnen Keywords und das gesamte Thema rutscht in den Fokus der Aufmerksamkeit. Für guten Holistischen Content, muss wie in Punkt 2 eine umfassende, thematische Keyword-Recherche erfolgen.
Unterschätzen Sie jedoch nicht den Aufwand, der für die Erstellung guter holistischer Inhalte betrieben werden muss. Angefangen bei der Erstellung eines Textes über die Bildauswahl bis hin zur Suche nach Sekundärerhebungen. Aktuell bietet dieser Bereich der Suchmaschinenoptimierung eine große Chance gut rankenden Content zu generieren. Der gegenläufige Trend ist der Snackable Content kurze prägnante Inhalte, die die Fragen der Leser präzise beantworten.

Ein Beispiel für holistischen Content können Sie sich auf Multimeter Test ansehen. Holistischer Content wird auf dieser Website eingesetzt, um über gut rankende Unterseiten, welche Affiliate Links enthalten Geld / Provisionen zu erwirtschaften.

3. Optimierung

Sie haben erfolgreich erste Inhalte erstellt und tragen die Keyword-Positionen fleißig in die Matrix ein? Dann sollten Sie jetzt nicht mehr nur nach vorn blicken und neue Inhalte erstellen, sondern auch nach den Low Hanging Fruits greifen. Mit Low Hanging Fruits bezeichnet man in der Suchmaschinenoptimierung die Optimierung des bestehenden Contents. Dieser wird so weiterentwickelt, dass sich die Schlüsselbegriff-Positionen der eingebundenen Begriffe verbessern. Dies kann im einfachsten Fall, wenn es sich um einen längeren Text handelt, das Hinzufügen von Schlüsselbegriffen sein, die beispielsweise durch ein dieses oder dieser ersetzt / umschrieben wurden. Achten Sie hierbei auf eine gute Lesbarkeit. Sobald man dieses Mittel ausgeschöpft hat, ist es sinnvoll den Text und die weiteren Inhalte (Bild, Video, Audio) zu ergänzen. Der Inhalt kann aktualisiert oder um weitere Informationen, beispielsweise die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, erweitert werden.

Einen Rückschluss über die Qualität Ihrer Texte können Sie über den Flesch-Index ziehen, hierzu gibt es diverse „kostenfreie und kostenpflichtige Tools” im Internet.

Content Marketing Zyklus
Content Marketing Zyklus

4. Publiziere etwas und rede darüber.

Es ist nur wenig hilfreich, wenn toller Content von Ihnen generiert wird und niemand davon erfährt. Deshalb ist wichtig Inhalte gezielt, beispielsweise in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Google+, XING oder LinkedIn zu streuen. Auch Foren bieten eine wunderbare Möglichkeit auf Ihre Inhalte hinzuweisen. Lesen hierzu auch den Beitrag: Link Building: relevante Linkpartner mit Hilfe der Google Suchmaschinenparameter finden.

5. Zeitmanagement

Auch wenn nur wenig Zeit zur Verfügung steht ist ein effektive Onlinemarketing möglich. Hierbei muss fokussiert vorgegangen werden, sodass keine Zeit in Aufgaben investiert wird, die nebensächlich sind.
Tragen Sie sich einen festen Termin für die Bearbeitung von SEO-Maßnahmen ein. – Gutes Zeitmanagement, spart am Ende Zeit und schafft zusätzliche Freiräume. Ich persönlich nutze diese gewonnene Zeit für Erholungsphasen, um so effektiver Kundenprojekte bearbeiten zu können.
Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, bleiben Sie realistisch. Es genügen bereits 60 Minuten im Monat in denen Sie nicht abschweifen, sondern effektiv ein Ziel verfolgen. Sollten Sie feststellen, dass Ihnen mehr Zeit zur Verfügung steht verteilen Sie diese auf weitere Tage.
Die Erstellung von hochwertigem „Content” fällt jedoch nicht in dieses Zeitkontingent. Nehmen Sie sich hierfür soviel Zeit, wie sie brauchen. Nicht die Quantität entscheidet über den Erfolg, sondern die Qualität. Nur hochwertiger „Content” kann strategisch sinnvoll gestreut und später weiterentwickeln werden.

Fazit

Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung steht die Qualität ganz klar vor der Quantität. Das heißt für Sie, produzieren Sie im Vergleich zu anderen lieber weniger, dafür aber regelmäßig Content, der gelesen wird. Setzen Sie sich hierbei nicht selbst unter Druck. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie benötigen, um gut lesbare Inhalte mit Mehrwert zu generieren. Legen Sie realistische Ziele fest, die Sie auf Landingpages, Beiträgen etc. verfolgen…

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