Umsatz steigern mit Facebook Werbung

Facebook als großes Social-Media-Netzwerk bietet ein umfangreiches Spektrum an Werbemöglichkeiten. Erfahren Sie hier wie Sie Schritt für Schritt Facebooks Werbemöglichkeiten effizient einsetzen.

Werbung in den sozialen Medien, allen voran Facebook, ist für viele noch immer ein wahres Rätsel. Wer sich privat auf dem Portal aufhält, nimmt meist vor allem die wenig vorteilhaften Beispiele wahr. Diese bleiben in Erinnerung und sorgen dafür, dass Facebook Werbung häufig kein besonders gutes Image hat. Die Momente, in denen besonders gelungene Facebook Werbungen auffallen, sind mehr als selten – dabei steckt hinter Facebook Ads ein nicht unwesentliches Potenzial, das nicht nur bei der Erweiterung der eigenen Reichweite greift. Damit Facebook Werbung jedoch hält, was wir uns von ihr erhoffen, ist es sinnvoll, strukturiert und überlegt an die Gestaltung der eigenen Facebook Werbung heranzugehen.

Geräteabhängige Darstellung von Werbeanzeigen auf Facebook
Geräteabhängige Darstellung von Werbeanzeigen auf Facebook

Die Frage aller Fragen: Macht Facebook Werbung für mich überhaupt Sinn? Es gilt generell und somit auch im Bezug auf die Nutzung von Facebook als Werbeplattform: Bevor die Umsetzung der Werbeanzeige beginnt, sollten sich Werbewillige gewissen essenziellen Fragen stellen:

  1. Wie definiere ich das Ziel meiner Werbeanzeige?
  2. Wer ist meine Zielgruppe?
  3. Wie soll mein Produkt oder mein Unternehmen präsentiert werden?

 

Facebook bietet als Werbeplattform unzählige Ziele, die von Unternehmen angestrebt werden können. Beginnend bei der Fan-Gewinnung für die eigene Facebook-Seite bis hin zur Produktion sogenannter Social Signals für die Webpräsenz oder der Animierung bestehender Facebook-Fans zur weiterführenden Interaktion auf der Unternehmenswebsite – vieles ist möglich. Das Ziel schon vor Beginn der Anzeigengenerierung klar zu definieren ist der entscheidende richtungsweisende Schritt. Denn ist dieses klar, variieren die Herangehensweisen zur effektiven Umsetzung. Kristallisiert sich als Ergebnis dieser Überlegungen heraus, dass Facebook Werbung das von Ihnen gewünschte Ziel nicht erreichen kann und stattdessen eine andere Variante der Werbung zielführender ist, macht es kaum Sinn finanzielle Mittel, Zeit und Mühe zu investieren. Denn auch wenn das Werben via Facebook für viele Unternehmen sinnvoll ist, ist es dennoch kein Patentrezept, das in jedem Fall greift.
 
Facebook Produktanzeigen
Ganz klar zu bedenken ist: Werbung und Marketing in jeder Form ist ein Mosaiksteinchen, der das Bild des Firmenimages ausmodelliert. Unternehmen und Produkte werden nach dem eingeschätzt, was sie darstellen. Daher sollte jedes Werbeelement, das zum Einsatz kommt, genau durchdacht und perfekt darauf abgestimmt sein, was das Unternehmen darstellen möchte. Das gilt auch für die sozialen Medien: Eindrücke schaffen Meinungen. Daher sollten über Facebook Werbung vermittelte Eindrücke exakt das widerspiegeln, was ein Unternehmen vermitteln will. Ganz klar ist nämlich auch zu sagen: Werbung via Social Media kann überaus profitabel sein – es kann jedoch auch für das genaue Gegenteil dessen sorgen, was erreicht werden soll. Bild- und Textinhalte einer Werbemaßnahme sollten daher gewissenhaft gewählt, gekonnt eingesetzt und möglichst perfekt auf das gewünschte Unternehmensimage abgestimmt sein.

 

Anleitung Facebook Werbung

Sobald Antworten auf diese essenziellen Fragen gefunden sind und die Entscheidung für eine Facebook Werbung gefallen ist, gilt der nächste Schritt in aller Regel dem Ads Manager. Die zweite Möglichkeit wäre außerdem, einen Post der eigenen Seite oder dem eigenen Newsfeed zu sponsorn.
Der Power Editor stellt eine dritte Option dar. Der Ads Manager als erster Schritt zur Facebook Werbung funktioniert relativ selbsterklärend und beruht ebenfalls auf den folgenden Überlegungen. Dagegen bietet der Power Editor nur eine relativ überschaubare Auswahl an Zusatzfeatures. Auf den Power Editor gehen wir dementsprechend weiter unten genauer ein.

Im alten Design auf der linken Seite des Newsfeed findet der Werbewillige den Ads Manager. Hier ist ein auf den jeweiligen Nutzer lautendes Benutzerkonto zu finden, das standardmäßig eingerichtet wird. Werbung wird jedoch in aller Regel nicht privat gestartet, daher ist über den Menüpunkt Settings die Vergabe eines passenden Namens möglich. Zudem sind hier die notwendigen Daten zum Unternehmen einzutragen sowie, falls nötig und gewünscht, Mitarbeiter einzubinden, die auf das Werbekonto Zugriff erhalten sollen.
Um die Bezahlmethode für das Werbekonto festzulegen, sollte außerdem im Menüpunkt Billing entsprechend festgelegt werden, wie die Bezahlung ablaufen soll. Sind diese ersten administratorischen Aspekte geklärt, ist ein erster klarer Schritt zur eigenen Facebook Werbung getan.

 

Anzeigenformate der Facebook Werbung

Der nächste Schritt in der Erstellung effizienter Facebook Werbung führt zur Wahl des Anzeigenformates. Im oberen rechten Teil des Ad Manager findet sich dazu ein in Grün gehaltener Button: „Create an Ad”. Mit einem Klick auf diesen Button kann zwischen folgenden Optionen gewählt werden:

  1. Page Post Engagement Hier wird ein Post hervorgehoben – Facebook nennt dies auch „Sponsorn”. Diese Option ist auch direkt von der eigenen Fanpage aus wählbar.
  2. Page Likes Hier besteht die Möglichkeit, die Werbeanzeige im Newsfeed oder dem rechten Seitenrand zu platzieren. Verlinkt wird die Fanpage.
  3. Clicks to Website Im Grunde die gleiche Grundidee wie „Page Likes” – allerdings ist hier nicht die Fanpage, sondern die eigene externe Website das Ziel des Klicks.
  4. Website Conversations Basiert auf dem Prinzip von „Click to Website” – allerdings besteht hier die Möglichkeit zu messen, wie oft bestimmte Aktionen ausgeführt werden. Dazu wird ein Conversionpixel, also ein eingebauter Codeschnipsel, der Facebook in gewissen Situationen informiert. (Beispielsweise ”Die Seite wurde aufgerufen, nachdem ein Besucher von Facebook kam”)
  5. App Install & App Engagement Die entsprechenden Apps zum Post Engagement und Page Likes.
  6. Option: Event Responses Der richtige Menüpunkt, wenn keine Seite und kein Post beworben werden soll, sondern eine Veranstaltung.
  7. Offer Claims Der Menüpunkt zum Bewerben verschiedener „Offer” (zum Beispiel Sonderangebote, Schnäppchen, besondere Angebote und Aktionen).

Die interessantesten Optionen dürften für die meisten Werbenden die auf der rechten Seite angeordneten „klassischen” Anzeigenformate sowie die Sponsored Storys sein, die im Newsfeed zu finden sind.

 

Die richtige Platzierung: Seitenrand oder Newsfeed?

Bei der Überlegung, ob der Seitenrand oder doch der Newsfeed geeigneter für die eigene Anzeige ist, hilft ein Blick auf Statistiken und Zahlen. Diesen kann entnommen werden, dass im Newsfeed angelegte Werbung etwa 28 Mal häufiger geklickt wird, als im Seitenrand platzierte Anzeigen. Hier gibt es jedoch ein „Aber”: Auch wenn die Newsfeedanzeigen eine höhere Klickrate erzielten, kreieren sie einen ROI, der 15 % unter dem liegt, den Seitenrand-Anzeigen liefern. Beide Varianten bergen also Argumente, die für sie sprechen. Daher sollte vorab genau überlegt werden, ob es sinnvoll ist beide Anzeigenvarianten zeitgleich zu nutzen. Gegebenenfalls kann auch das Einstellen dieser beiden Formate nacheinander die profitablere Lösung darstellen.

 

Gutes Bildmaterial für effiziente Facebook Werbung

Zur Erstellung der Anzeige sollte zunächst das passende Bildmaterial gewählt werden. Dazu ist es sinnvoll zuerst zu entscheiden, ob eine Werbeanzeige, die am rechten Seitenrand erscheint, oder eine Sponsored Story gewählt wird. Im Newsfeed kann ein Bild in Verbindung mit einigen Details sinnvoll sein. Allerdings ist dieses kaum noch erkennbar, wenn es in der verkleinerten Version am rechten Seitenrand auftaucht. Damit keine verzerrten Bilder dabei herauskommen, sollte daher direkt auf die optimalen Maße des Bildes Wert gelegt werden. Zur Orientierung hat Thomas Hutter auf seiner Website die empfohlenen Maße und Formate zusammengestellt.

Facebook Werbeanzeigen am Desktop Computer erstellen.
Facebook Werbeanzeigen am Desktop Computer erstellen.

Das perfekte Gesamtbild: guter Text für effiziente Anzeigen

Gut gewähltes Bildmaterial ist ein wichtiger Faktor, um die Werbeanzeige so optimal wie möglich zu gestalten. Nicht minder wichtig ist jedoch der Text, der diese Bilder begleitet. Dabei kommt es darauf an, mit wenigen Worten das Wichtigste zu sagen, denn Facebook lässt nicht allzu viel Spielraum für lange Umschreibungen. Die Überschrift muss daher in 25 Zeichen die Aufmerksamkeit erregen, während der Text bei einer Seitenrandanzeige auf nur 90 Zeichen wirken muss. Mobile Anzeigen bieten nur unwesentlich mehr Platz – auf 110 Zeichen muss hier untergebracht werden, was die Leser locken soll. Newsfeedanzeigen wiederum haben immerhin 500 Zeichen zur Verfügung, die jedoch ebenfalls kaum Luft für lange Beschreibungen lassen.

 

Zielgruppen bestimmen und Streuverluste vermeiden

Nachdem die Anzeige erfolgreich erstellt wurde, bietet die Plattform die Option, zielgruppengenau zu werben. Dazu wird bestimmt, welchen Zielgruppen die Werbung angezeigt wird. Häufig wird der scheinbar einfachste Weg, das weite Verstreuen der Anzeige über viele und nur selten aus bestimmten Gründen ausgewählte Zielgruppen, gewählt. Tatsächlich ist diese Methode meist nicht so effizient, wie sie zuerst klingt. Die wahrscheinlichste Reaktion uninteressierter Facebook-Nutzer ist eine gewisse Genervtheit, weil eigentlich überhaupt kein Interesse an diesem Produkt besteht. So erreicht die Werbung also unter Umständen das genaue Gegenteil dessen, warum man sie erstellte – sie nervt, statt neue Interessenten zu werben. Die Zielgruppendefinition ist also ein durchaus wichtiger Faktor für die Effizienz der Werbeanzeige.

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Die Frage nach der Gebotsmethode für die Facebook Werbung

In Sachen Gebotsmethode steht zum einen CPC zur Verfügung, zum anderen CPM. Bei ersterer wird für jeden Klick eines Users auf die Anzeige gezahlt. CPM wiederum ist auch als der „Tausender-Kontaktpreis” bekannt. Möglich ist außerdem, auf bestimmte Aktionen automatisch zu bieten. Dazu wird die Anzeige überwiegend an die bestimmte Zielgruppe ausgeliefert, da bei diesen die Wahrscheinlichkeit eines Klicks am größten ist. Welche Variante die effizienteste ist, muss im Einzelfall entschieden werden.

 

Facebook Werbung – die letzten Vorbereitungen

Damit die Anzeige endgültig starten kann, fehlt nun nur noch die Festlegung der Laufzeit und des Budget. Damit keine unnötige Verwirrung zustande kommt, kann außerdem der Name der Kampagne unter „Review Order” angepasst werden. Nun kann die Anzeige gestartet werden und sobald Facebook sie geprüft hat, was nur selten lange auf sich warten lässt, erscheint die Anzeige.

 

Der direkte Weg zur Facebook Werbung?

Dieser führt über „Probieren”, „Versuchen” und „Optimieren”. Dabei kommen Planung, Kreativität und Erfahrung dazu. Ein besonders wichtiger Faktor ist jedoch: anpassungsfähig zu bleiben. Was heute funktioniert, kann morgen bereits wieder „out” sein.